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Typ A

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FI-Schalter Typ A – Professioneller Fehlerstromschutzschalter für sichere Elektroinstallationen in Gewerbe, Industrie und Bauprojekten

Der FI-Schalter Typ A ist der aktuelle Standard-Fehlerstromschutzschalter (Fehlerstrom-Schutzeinrichtung / RCD) nach DIN EN 61008-1 und VDE 0664-10. Er erkennt zuverlässig sinusförmige Wechselströme sowie pulsierende Gleichfehlerströme und unterbricht den Stromkreis innerhalb von Millisekunden. Damit bietet er optimalen Personenschutz und Anlagensicherheit in modernen elektrischen Systemen – speziell entwickelt für die Anforderungen von Elektrofachbetrieben, Bau- und Renovierungsunternehmen, Industrie, Van- und Camper-Ausbau sowie Forschungseinrichtungen.

Funktionsweise und technische Vorteile des FI-Schalters Typ A

Im Gegensatz zu älteren Typ-AC-Schaltern detektiert der pulsstromsensitive Typ A auch Fehlerströme, die durch elektronische Verbraucher wie Waschmaschinen, LED-Treiber, Frequenzumrichter in niedriger Leistung oder Steckdosen mit Kondensatoren entstehen. Er reagiert bereits bei 30 mA Differenzstrom und verhindert so lebensgefährliche Stromunfälle. Die robuste Bauweise nach EN 61008-1 gewährleistet höchste Zuverlässigkeit auch unter industriellen Bedingungen.

Wichtige Vorteile für Profis

Der FI-Schalter Typ A zeichnet sich durch hohe Störfestigkeit, einfache Montage auf DIN-Schiene und lange Lebensdauer aus. Er eignet sich perfekt für 2- und 4-polige Ausführungen in 16 A bis 63 A und ist die erste Wahl für normkonforme Elektroinstallationen nach DIN VDE 0100-410 und -530.

Einsatzbereiche und praxisnahe Anwendungen des FI-Schalters Typ A

Der FI-Schalter Typ A ist die ideale Lösung für alle Standard- und mittelkomplexen Anlagen, in denen pulsierende Gleichfehlerströme auftreten können. Hier einige konkrete Einsatzgebiete, die Elektrofachkräfte und Unternehmen täglich umsetzen:

  • Elektrofachbetriebe und Installationsunternehmen: Zuverlässiger Schutz in Verteilerkästen für Wohn- und Gewerbeobjekte – normgerecht und prüfsicher.
  • Bauunternehmen und Renovierungsprojekte: Temporäre Baustellenstromversorgung, Sanierung alter Elektroanlagen und Nachrüstung von Steckdosenkreisen in Bestandsgebäuden.
  • Industrie- und Produktionsbetriebe: Absicherung von Maschinensteuerungen, Werkstatt- und Büroinstallationen ohne starke Frequenzumrichter oder glatte Gleichströme.
  • Van- und Camper-Ausbau: Mobile Stromsysteme in Wohnmobilen, Kastenwagen und Nutzfahrzeugen – Schutz vor Fehlern durch Bordelektronik, Ladegeräte und Inverter.
  • Forschungseinrichtungen und Labore: Präzise Absicherung sensibler Mess- und Prüfstände, wo hohe Anlagensicherheit und Personenschutz gefordert sind.
  • Weitere professionelle Anwendungen: Nassräume (Bäder, Küchen, Außenbereiche), EDV- und Serverräume, Notstrom- und Beleuchtungsanlagen sowie Photovoltaik-Vorbereitungen (bis zur Wechselrichtergrenze).

Durch die breite Einsetzbarkeit in diesen Bereichen wird der FI-Schalter Typ A zur ersten Wahl für nachhaltige und zukunftssichere Elektroprojekte.

Vergleich der FI-Schutzschalter-Typen – Übersicht für die richtige Auswahl

FI-Typ Wechselfehlerströme (AC) Pulsierende Gleichfehlerströme Glatte Gleichfehlerströme Typische Anwendungen (Beispiele)
Typ AC Ja Nein Nein Ältere Anlagen ohne Elektronik (nicht mehr empfohlen)
Typ A Ja Ja Bis 6 mA (nicht erkannt) Gewerbe, Industrie-Standard, Van-Ausbau, Renovierung, Labore, Steckdosenkreise
Typ F Ja Ja Bis 10 mA + Mischfrequenzen Wärmepumpen, moderne LED-Beleuchtung, höhere Frequenzen
Typ B / B+ Ja Ja Ja (bis 100 kHz) PV-Anlagen, E-Ladestationen, Frequenzumrichter, Industrie mit starker Elektronik

Hinweis: Der Typ A deckt die Mehrheit aller gängigen professionellen Installationen ab und ist in den meisten Fällen die wirtschaftlichste und normkonforme Wahl.

Häufig gestellte Fragen zum FI-Schalter Typ A (FAQ)

1. Was ist der Unterschied zwischen FI-Schalter Typ A und Typ AC?

Typ AC erkennt nur reine Wechselfehlerströme. Typ A erkennt zusätzlich pulsierende Gleichfehlerströme (z. B. durch Dioden in Elektronikgeräten) und ist deshalb der aktuelle Standard für sichere Anlagen.

2. Wann muss ich einen FI-Schalter Typ A einsetzen?

Immer dann, wenn moderne Verbraucher mit Elektronik, Kondensatoren oder Einweggleichrichtern betrieben werden – also in fast allen Neuinstallationen und Nachrüstungen nach DIN VDE 0100-410.

3. Ist der FI-Schalter Typ A für Industrie- und Gewerbeanlagen geeignet?

Ja, für Standardlasten und Steuerstromkreise ohne glatte Gleichströme ist Typ A die erste Wahl. Bei Frequenzumrichtern oder starken Wechselrichtern prüfen Sie Typ B.

4. Kann man FI-Schalter Typ A im Van- oder Camper-Ausbau verwenden?

Absolut. Sie schützen mobile Bordnetze vor Fehlerströmen durch Ladegeräte, Inverter und Bordelektronik und erfüllen die Anforderungen für Fahrzeugumbauten.

5. Wie oft sollte ein FI-Schalter Typ A geprüft werden?

Monatlich durch Betätigen der Testtaste und jährlich durch einen Elektrofachbetrieb mit Messgerät – gemäß DGUV und BetrSichV.

6. Erfüllt der FI-Schalter Typ A alle relevanten Normen?

Ja – er entspricht DIN EN 61008-1, VDE 0664-10 und ist VDE-zertifiziert. Damit ist er prüf- und abnahmefähig für alle gewerblichen und industriellen Projekte.

7. Wann sollte man statt Typ A lieber Typ B oder Typ F wählen?

Bei Photovoltaik, E-Ladestationen, Frequenzumrichtern oder glatten Gleichströmen > 6 mA ist Typ B notwendig. Typ F eignet sich bei Mischfrequenzen bis 1 kHz (z. B. Wärmepumpen).

8. Ist der FI-Schalter Typ A auch für Baustellen und Renovierungen geeignet?

Ja – er bietet schnellen, zuverlässigen Personenschutz bei temporären Installationen und ist die Standardlösung für Baustromverteiler.

9. Welche Polzahl und Nennströme sind bei Typ A üblich?

2-polig für einphasige und 4-polig für dreiphasige Anlagen. Gängige Nennströme: 16 A, 25 A, 40 A und 63 A bei 30 mA Auslösestrom.

10. Warum sollten Elektrofachbetriebe und Bauunternehmen auf Typ A setzen?

Er minimiert Haftungsrisiken, erhöht die Anlagensicherheit und ist die wirtschaftlichste Lösung für die meisten Projekte – bei gleichzeitig hoher Zukunftssicherheit.